Zen

    Der Buddhismus wird als „Vater“ des Zen bezeichnet. Es ist eine Form der Meditation, die aus dem Buddhismus hervorgegangen ist. Für die Meditation steht die eigene innere Erfahrung im Vordergrund. Als Heilsziel wird das Satori angestrebt. Damit ist intuitive spontane Erleuchtung gemeint. Wer Zen praktiziert, glaubt an die Vergänglichkeit und legt daher keinen großen Wert auf irdische Besitztümer. Die Anhänger des Zen glauben an Ursache und Wirkung im System der Natur, was auch als Karma bezeichnet wird. Jede alltägliche Verrichtung kann als Meditation gelten. Das Zazen ist eine ebenso bekannte Technik wie die Koans. Es handelt sich um paradoxe Sprüche, mit deren Hilfe die herkömmliche Wahrnehmung der Realität zerstört werden soll. Wer Zen ausübt, verehrt keinen Gott. Er konzentriert sich im Wesentlichen auf die Komplexität des Körpers, die er verehrt wie die Komplexität des Geistes. Zen versteht sich als eine Philosophie, in der ein Zen-Ausübender selbst lernen muss. Die Philosophie wird nicht erklärt, sondern muss verstanden werden. Um im Zen Erleuchtung zu finden, muss nur der Zweifel beseitigt werden, dass der Praktizierende nicht erleuchtet ist.