Nasenbluten bei Stress

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Nasenbluten bei Stress
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Nasenbluten bei Stress

Jeder zweite Menschen leidet ab und zu unter Nasenbluten (Epistaxis). Dabei fließt meist dunkelrotes Blut aus beiden Nasenlöchern. Es gibt dafür verschiedenste Ursachen, wie ausgetrocknete Schleimhäute, genetische Faktoren oder zu hoher Blutdruck. Häufig wird auch Stress als Auslöser angenommen. Für die Betroffenen stellt häufiges Nasenbluten bei Stress eine große Belastung dar. Es lässt sich kaum verbergen und löst auch oft Angst aus, wenn es länger andauert. Letztlich führt das Nasenbluten bei Stress selbst wieder zu neuerlicher Anspannung. Der Grund für häufiges Nasenbluten kann auch eine ernste Krankheit sein. Es ist daher wichtig, dass Du zum Arzt gehst, wenn das Nasenbluten häufig auftritt.

Die Ursachen des Nasenblutens bei Stress

Stehst Du unter Stress, verursacht dies eine Aktivierung des Sympathikus, das ist der Teil des unwillkürlichen Nervensystems, der den Körper in Gefahrensituationen, in einen flucht- und kampfbereiten Zustand versetzt. Der Sympathikus aktiviert dabei viele Körperfunktionen, vor allem die Herzfrequenz und den Blutdruck. Als Folge davon erhöht sich der Blutfluss in den Gefäßen. Auch in der Nasenschleimhaut wird die Durchblutung der kleinsten Gefäße gesteigert, wodurch diese verletzt werden können oder gar platzen. Dabei kommt es zum Nasenbluten.

Sofortmaßnahmen / Nasenbluten bei Stress

Nasenbluten verursacht bei vielen Menschen Panik. Versuche trotzdem Ruhe zu bewahren. Widerstehe dem natürlichen Reflex, den Kopf nach hinten zu beugen! Das Blut würde sonst durch deinen Rachen in den Magen fliessen. Dadurch kann Dir übel werden. Du kannst auf diese Weise auch nicht beurteilen, ob die Blutung stark ist. Versuche einen ruhigen Ort aufzusuchen. Die beste Sofortmaßnahmen bei Nasenbluten ist, aufrecht sitzen zu bleiben und den Kopf nach vorne zu beugen, um das Blut nach außen abfließen zu lassen. Halte ein Tuch vor die Nase, um das Blut aufzufangen. Drücke die Nase ein paar Minuten hindurch mit Deinem Daumen und Zeigefinger fest zusammen. Falls das noch nicht genützt hat, drücke die Nase nochmals für einige Zeit zusammen. Hilfreich erweist sich auch den Nacken mit einem kühlen, feuchten Tuch abzukühlen, um die Gefäße zusammenzuziehen. Auf keinen Fall solltest Du Dich während des Nasenblutens hinlegen. Der Versuch mit einem Taschentuch oder einem Wattebausch, das Du in die Nase einbringst, die Blutung zu stoppen, ist kontraproduktiv. Entfernst Du das Tuch, kann es passieren, dass die Wunde wieder aufreißt. Außerdem, solltest Du nach dem Nasenbluten vermeiden, Dich zu schnäuzen. Die Wunde könnte schnell wieder aufplatzen und neuerlich bluten. Versuche bei Nasenbluten durch Stress durch ein Entspannungsübungen ruhiger zu werden und den Blutdruck senken.

Sofortmassnahmen bei Nasenbluten gegen Stress
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Unstillbares Nasenbluten bei Stress – zum Arzt oder in eine Ambulanz

Kannst Du die Blutung nicht stoppen oder ist sie heftig, dann solltest Du unverzüglich einen HNO-Arzt oder eine Fachambulanz aufsuchen. Zuerst wird der Arzt versuchen, mit einem abschwellenden Nasenspray (Xylometazolin), die Blutung in den Griff zu bekommen. Betrifft die Blutung den vorderen Teil der Nase, kann der Arzt die Stelle verätzen oder mittels Laser- oder Elektrokoagulation verschließen. Man sagt auch dazu: veröden. Oder er kann, um das Nasenbluten zu stillen, eine Tamponade verwenden. Befindet sich die Blutung im vorderen Nasenbereich, eignet sich eine selbstquellende Tamponade, im hinteren Abschnitt der Nase wird üblicherweise eine sogenannte Bellocq-Tamponade verwendet. Die Tamponade wird dabei in den hinteren Nasenabschnitt eingebracht. Besteht sehr starkes Nasenbluten kann auch das betroffene Gefäß von innen, mittels Katheter, verschlossen werden. Diese Methode wird meist in Ambulanzen von erfahrenen Radiologen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren, durchgeführt.

Andere Ursachen des Nasenblutens

Nasenbluten tritt auch oft in Zusammenhang mit anderen Krankheiten wie, Masern, Grippe, Arteriosklerose oder Diabetes auf. Auch ein Vitamin C Mangel kann zum Nasenbluten führen.

Was kannst Du tun, wenn Nasenbluten bei Stress öfter auftritt

Tritt Nasenbluten bei Stress immer wieder auf, solltest Du das ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen. In einem Gespräch wird der Arzt Informationen zu Deiner allgemeinen Gesundheit einholen. Teile ihm mit, in welchen Situationen es zum Nasenbluten kommt und in welcher Häufigkeit und Stärke es auftritt. Zuerst wird der Arzt Deinen Blutdruck messen, um eine Hypertonie (Bluthochdruck) auszuschliessen. Danach wird Dein Nasenraums mit einem Rhinoskop oder einem Nasenendoskop inspiziert. Verschiedene Bluttest, wie Messung des Hämoglobinwerts, der Thrombozyten und der Blutungszeit können Aufschlüsse über Entzündungen oder eine Störung der Blutgerinnung geben. Ergibt sich aus den Tests und Untersuchungen nichts, kannst Du, wenn Du viel unter psychischen Stress stehst, dies als Ursache Deines Nasenblutens annehmen. Gefährlich ist dies in der Regel nicht, denn diese Art von Blutung kommt meistens schnell wieder zum Stillstand. Du solltest jedoch das Nasenbluten als Warnsignal ansehen, um Dir wieder mehr Pausen und Entspannung zu verschaffen.

TCM gegen Nasenbluten
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Hilfe stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin. Du kannst den sogenannte Schlüsselbeinpunkt, einen bestimmten Energiepunkt des Körpers, der normalerweise bei der Akupunktur zum Abbau von Stress und Energieaufbau stimuliert wird, zum Stressabbau nutzen. Geh mit drei Fingern von unten an den Schlüsselbeinknochen und bewege die Finger dann zwei, drei Zentimeter nach außen – dort befindet sich der Schlüsselbeinpunkt. Klopfe oder reibe diesen Punkt. Machst du das wiederholt, bist du damit in der Lage dich jederzeit zu entspannen und Stress abzubauen. Nasenbluten bei Stress kann wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Tinnitus, ein Signal Deines Körpers für Überforderung sein. Ignorierst Du diese Zeichen, kommt es irgendwann zum Zusammenbruch Deines Körpers und Deiner Psyche.

Wie kannst Du Nasenbluten bei Stress vorbeugen?

Oft beruht Nasenbluten auf einer empfindlichen Nasenschleimhaut. Deswegen solltest Du die Nase, bei Anfälligkeit, regelmäßig pflegen. Wichtig ist es, immer auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit der Räume zu achten. Ist die Luft zu trocken, schädigt dies die Nasenschleimhaut. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Besonders im Winter ist die Luft durch das Heizen zu trocken. Viele Menschen verwenden während einer Erkältung Nasentropfen oder -sprays. Diese sollen aber nur für kurze Zeit angewandt werden, da sie nämlich selbst, Nasenbluten hervorrufen können. Besser ist es, eine Nasendusche zur Linderung der Symptome von Erkältungen einzusetzen. Verwende Du zur Nasenpflege nur Sprays oder Salben, von denen du sicher weißt, dass diese auch für die Anwendung in der Nase geeignet sind.

Hast Du eine Allergie, die Entzündungen in der Nase und den Augen auslöst, empfiehlt es sich, entweder die Auslöser weitgehend zu meiden oder Allergietabletten zu nehmen, welche die Allergiesymptome unterdrücken. Auch eine Hyposensibilisierung hilft vielen Allergikern und kann allergische Symptome reduzieren. Gesunde, fleischarme Ernährung und genügend Bewegung beugen einem ständig zu hohen Blutdruck und einer daraus entstehenden Gefäßverkalkung, die Nasenbluten begünstigen kann, vor. Vorsicht ist bei der Anwendung von blutverdünnenden Medikamenten geboten. Achte darauf, nicht zusätzliche gerinnungshemmende Substanzen, wie z.B. Acetylsalizylsäure, einzunehmen, da dies Nasenbluten auslösen kann. Gegen Nasenbluten bei Stress solltest Du Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung erlernen. So kannst Du Dich in Stresssituationen wieder schnell in ein ruhigeres Fahrwasser bringen.

Fazit

Nasenbluten bei Stress, kann ein Anzeichen eines Burnouts oder einer ständigen Überforderung sein. Die körperlichen oder psychischen Symptome von Überforderungen können sich verschiedentlich äußern, etwa durch Verspannungen, ständige Müdigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, manchmal auch durch Nasenbluten. Nimm diese ersten Auswirkungen ernst, um gravierende Spätfolgen zu vermeiden. Nimmst du an, dass Dein Nasenbluten bei Stress entsteht, kläre andere Ursachen, auf die es zurückzuführen sein könnte erst mal ab. Ergibt sich kein krankhafter Befund, dann kümmere Dich um Deine Psyche und nimm Dir eine Auszeit. Genieße Spaziergänge in der Natur, versuche ein Hobby, wie Malen, Basteln oder Handarbeiten zu beginnen oder treibe mit Maß und Ziel etwas Sport. Auch eine gesunde und vollwertige Ernährung ist wichtig. Entspannungsübungen oder Autogenes Training könne Dir helfen Stress abzubauen und wieder zu mehr Energien zu kommen.

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