Stress in der Schule

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Stress in der Schule
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Schule ist für die meisten Kinder und Jugendliche nicht gerade die absolute Lieblingsbeschäftigung. Wenn es nach ihnen ginge, so würde diese tägliche Pflicht höchstwahrscheinlich durch Freunde treffen, Games, Challenges, Streamen und Bloggen ersetzt werden. Da dies aber nicht möglich ist, müssen sie ihrer Schulpflicht nachkommen.
Jedoch leidet jeder zweite Schüler gelegentlich oder sogar durchgehend unter massivem Stress in der Schule. Häufig bleibt dies von Lehrern und Eltern unbemerkt – und bringt zuweilen sehr schwere Belastungen mit sich. Soziale Isolation, Desinteresse, fehlende Motivation und sogar körperliche Symptome können unmittelbare Folgen sein. Jetzt muss schnellstmöglich gehandelt werden!

Schulstress: Tipps und Informationen

Statistisch gesehen erlebt jeder zweite Schüler Stress in der Schule. Das kann sich sowohl auf den Schulstoff beziehen, welchem die Kinder teilweise nur noch sehr schwer folgen können. Aber es kann auch soziale Ursachen haben wie Mobbing oder Ausgrenzung.
Und das ist leider an deutschen Schulen Alltag. Für viele Kinder ist der Lernstoff zu schwer oder sie verlieren aufgrund anderer Einschränkungen wie Sprachproblemen, Konzentrationsschwäche oder familiärer Probleme den Anschluss. Ganz schlimm ist es unter anderem für Kinder mit Migrationshintergrund, welche die deutsche Sprache (noch) nicht fehlerfrei beherrschen und erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben.
Nicht selten spielt hier auch Leistungsdruck eine tragende Rolle, welcher von den Eltern oder auch den Lehrern vermittelt wird.
Gibt es familiäre Probleme (Gewalt, Trennung etc.), so ist es dem Kind natürlich auch nicht vorzuwerfen, wenn es im Unterricht geistig oftmals woanders ist.

Stress in der Schule – was ist das genau?

Wer dem Unterricht nicht mehr richtig folgen kann, der erhält auf Dauer natürlich nicht nur schlechtere Ergebnisse, sondern bekommt auch häufig dessen Auswirkungen zu spüren. Eltern schimpfen aufgrund schlechter Leistungen und davor fürchten sich die Kinder. Doch nicht nur der eigentliche Ärger bereitet ihnen Kopfzerbrechen und Schuldgefühle. Am schlimmsten ist die Gewissheit, versagt zu haben. Das matert an ihrem kleinen Selbstbewusstsein und ein enormer innerer Druck entsteht.
Um ihre Verletzung zu verbergen, bauen sich die Kinder eine Art Schutzwall auf. Sie ziehen sich zurück, lassen niemanden an sich heran und reagieren aus Selbstschutz gelegentlich trotzig oder auch aggressiv. Alles ist so verdammt ungerecht.

Introvertierte Schüler sind besonders anfällig für Schulstress
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Ganz besonders schüchterne oder introvertierte Kinder sind benachteiligt. Aufgrund ihrer scheuen Ader, trauen sie sich nicht, im Unterricht noch einmal gezielt nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Einige Schüler fragen auch nicht nach, weil sie befürchten, sich vor ihren „besseren“ Mitschülern zu blamieren.
Ganz besonders in Mathematik ist dies ziemlich schwierig. Fehlt hier ein grundlegender Baustein, kann die folgende Materie nur schwer aufeinander aufgebaut werden. Durch die Lücken bleibt die Leistung mangelhaft.
Außerdem ist es eine Tatsache, dass kaum ein Kind in allen Fächern in der Schule gut ist. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Daher wäre es sinnvoll, sich auf die Stärken zu konzentrieren und diese bereits schon in jungen Jahren auszubauen.
Dem einen liegt Rechtschreibung, dem anderen mathematische Gleichungen. Und wieder der nächste ist hingegen sprachlich sehr begabt. Auch ein Interesse in Biologie oder Geschichte kann später in diversen beruflichen Qualifikationen hilfreich sein.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen von Stress in der Schule sind vielfältig. Es ist eine Tatsache, dass sehr viele Kinder einem enormen Leistungsspektrum ausgesetzt sind, welchem sie nicht immer problemlos folgen können. Gerade jene Kinder, welche von ihren Eltern zwanghaft aufs Gymnasium oder die Realschule geschickt werden, obwohl sie im Grund eine Empfehlung für die Hauptschule bekamen, leiden sehr. Sie können dem, für sie deutlich zu schweren Unterrichtsstoff nicht folgen und verlieren sehr schnell den Anschluss. Hier haben auch sehr häufig ausländische Kinder schwer zu kämpfen, welche eine andere Muttersprache haben.
Diverse Eltern machen noch immer sehr starken Leistungsdruck, weil sie ihre Kinder nach persönlichen Anforderungen erziehen wollen. Liebe durch Leistung. Ohne dabei auch nur zwischenzeitlich einmal nachzuhorchen, ob sie denn der Thematik folgen können. Schlechte Note, schlechtes Kind. So dürften es viele Kinder auffassen, wenn sie notentechnisch mal wieder „versagt“ haben. Schimpfen ist sehr einfach. Herauszufinden, woran es denn genau lag, das wiederum ist schon anspruchsvoller.
Da sich die Kinder nach schlechten Leistungen häufig wie Versager vorkommen, ziehen sie sich aus Scham zurück. Legen für die Zukunft ganz automatisch negative Erwartungen und Einstellungen an den Tag und bemühen sich auch weniger. „Ich versage doch ohnehin wieder, warum also anstrengen?“, fragen sich die kleinen Gemüter.
In vereinzelten Fällen kommt es sogar vor, dass Schüler von Lehrern bewusst schlecht benotet werden, da diese jene nicht ausstehen können. Solche Vorkommnisse sind natürlich ganz besonders schlimm für die Kinder.

Mobbing als Ursache für Stress in der Schule

Stress in der Schule bezieht sich jedoch nicht nur auf die Zensuren. Wer hier regelmäßig Opfer von Mobbing und sozialer Ausgrenzung wird, dem fällt es auf Dauer natürlich auch nicht leichter, sich Tag für Tag mit dem Wissen in die Schule zu quälen, wieder die Zielscheibe für andere Kinder zu sein.
Trotz diverser Maßnahmen, Aufklärung und Vertrauenslehrern, ist Mobbing noch immer ein trauriger Bestandteil im Alltag in der Schule. Viele Schüler wissen sich nicht zu helfen, ertragen die Prozedur und stehen ganz alleine da. Aus Angst, sie könnten ebenfalls zum Opfer werden, sehen viele Mitschüler nur passiv zu und schweigen. Obwohl sie im Grunde gerne helfen würden – hier fehlt der Mut und die Courage.

Mobbing verursacht Stress bei Schülern
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Typische Symptome von Stress bei Schülern

Sehr viele Symptome von Stress in der Schule, lassen sich von den Eltern beim genauen Hinsehen durchaus erkennen. Passivität, plötzliches Desinteresse, Traurigkeit, Appetitlosigkeit, übermäßiger Hunger vermehrte Bauch- oder Kopfschmerzen, um nicht in die Schule gehen zu müssen, sind erste Hinweise. Gelegentlich kommen auch Aufsässigkeit oder gar Aggressivität ins Bild. Aus Hilflosigkeit über die eigene „Inkompetenz“, rebelliert die Seele und macht ihrem Ärger Luft. Bei jedem Kind äußert sich Stress in der Schule anders.
Einige Kinder ziehen sich auch übermäßig zurück und flüchten sich in virtuelle Welten, welche ihnen Kraft geben und sie bestätigen. Beispielsweise durch Computerspiele, Handy-Games oder Streaming.
Sobald Ihr als Eltern solche Symptome erkennen solltet, ist es höchste Zeit für ein ausführliches Gespräch, bei welchem vieles ans Tageslicht kommen könnte. Aber bitte verständnisvoll und fürsorglich nachfragen! Andernfalls werden die Kinder höchstwahrscheinlich auf Durchzug schalten.

Wie kannst Du Stressreaktionen vorbeugen?

Ein konkretes „Erfolgsrezept“, wie Stress in der Schule vorgebeugt werden kann, gibt es leider nicht. Jeder einzelne Schüler jeden Alters kann urplötzlich davon betroffen sein – auch wenn er oder sie doch stets ein Ass in der Schule war. Diverse Gegebenheiten und Lebensumstände nehmen auf Einzelschicksale hierbei keinerlei Rücksicht.
Es gibt natürlich diverse Maßnahmen, welche helfen können, dass Stress in der Schule weitestgehend vermieden werden kann. So müssen Mobbing-Opfer aktiv werden und sich gegen ihre Peniger zur Wehr setzen. Dabei können sie sich ihren Eltern oder ihrem Lieblingslehrer anvertrauen. Jene werden sich dafür einsetzen können, dass das gezielte Mobbing verfolgt und dementsprechend bestraft wird.
Bei Leistungsdruck von den Eltern aus, hilft häufig ein klärendes Gespräch mit dem Lehrer, bei welchem er diesen vermittelt, dass es einige Defizite gibt, welche so auf diesem Wege nicht bewältigt werden können. Möglicherweise wäre hier Nachhilfe eine hilfreiche Option? Sollte es überhaupt nicht funktionieren, sollten die Eltern darüber nachdenken, ob nicht auch ein Schulwechsel sinnvoll wäre. Schließlich können dementsprechende Abschlüsse auch auf einem anderen, deutlich einfacheren Bildungsweg erlangt werden. Beispielsweise innerhalb einer Ausbildung oder einem zusätzlichen Bildungsjahr an einer Haupt- oder Gesamtschule.

So kann Dein Kind Schulstress erfolgreich bewältigen

Von Deinem Kind wird ein enormer Druck abfallen, wenn es merkt, dass Du ihm keinem Leistungsdruck aussetzt. Das bewirkt am Ende ohnehin nur das Gegenteil und führt nicht zum gewünschten Erfolg. Ein Kind kann nur erfolgreich lernen und Dinge auch behalten, wenn es vollkommen frei im Kopf ist. Permanente Angst im Hinterkopf, wird ihm in dieser Form nicht weiterhelfen.
Stress in der Schule kann in der Freizeit abgebaut werden. Und nicht nur bei Computerspielen, Instagram und TikTok. Beispielsweise beim Sport, kann sehr viel Druck abgebaut und das Gehirn wieder frei gemacht werden.

Schulstress erfolgreich bekämpfen
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Handlungsempfehlungen für Euch als Eltern

Leider kennen es viele Eltern: Der Alltag ist komplett durchgeplant, Job, Haushalt und Familie sind häufig sehr schwer unter einen Hut zu kriegen. Ist gegen Feierabend alles erledigt, machen viele Eltern in Gedanken drei Kreuze. Kommen nun auch noch Probleme in Bezug auf Stress in der Schule der Kinder hinzu, ist das für viele Eltern zunächst einmal ein enormer Schreck und eine Herausforderung.
Es ist jedoch von erheblicher Bedeutung, dass Kind in dieser Situation nicht alleine zu lassen und angemessen zu unterstützen, bevor es noch schlimmer kommt. Viele Eltern dürften sich wohl denken: „Ach naja, als Kind haste doch immer irgendwelche Probleme, das legt sich wieder. Hatte ich ja auch.“
So einfach ist es jedoch leider nicht immer. Standardmäßige „Kindersorgen“, sind durchaus von massivem Stress in der Schule zu differenzieren.
Zunächst einmal gilt es herauszufinden, wo denn die Quelle des Stresses liegt. Leistungsdruck, Mobbing, Ausgrenzung oder gar ein verhasster Lehrer. Und dann heißt es weiterhin zu überlegen, wie denn nun weiter vorgegangen werden sollte. Auf jeden Fall müsst Ihr Eltern mit sehr viel Verständnis und einer gesunden Vertrauensbasis an die Sache herangehen, um das Kind nicht noch stärker in Bedrängnis zu bringen. Die aktuelle Sachlage ist schwer genug und nun heißt es, gemeinsam eine Lösung zu finden. Und diese gibt es in den meisten Fällen!

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